Vorsorgevollmachten

Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung sind heute wichtige Bausteine einer selbstbestimmten Vorsorge für das späte Alter oder für Notfälle. Soweit vertraute Menschen aus Ihrer Umgebung als Bevollmächtigte Ihre Angelegenheiten regeln können, lässt sich auf diesem Wege eine gerichtlich angeordnete Betreuung vermeiden.

 

Eine Patientenverfügung enthält klare und praxistaugliche Vorgaben für die Grenzen medizinischer Behandlungen.

 

Mit einer Betreuungsverfügung können Sie dem Gericht vorgeben, wer zum Betreuer bestellt werden soll, falls sich eine Betreuung nicht vermeiden lässt.

 

Unser Notarbüro verwendet zusammen mit hochqualifizierten und spezialisierten Ärzten entwickelte Texte, die sicherstellen, dass ihre Wünsche auch in der Praxis umgesetzt und von Ärzten und anderen Adressaten verstanden werden.

 

Auch wenn eine notarielle Beurkundung nicht generell notwendig ist, empfiehlt sie sich aus verschiedenen Gründen:

 

- selbsterstellte Vollmachten und Verfügungen werden häufig im Rechtsvekehr nicht akzeptiert, weil der Erklärungsempfänger die Echtheit der Unterschrift nicht selbst beurteilen kann. Da der Vollmachtgeber gerade in den Situationen, in denen die Vollmacht benötigt wird, daran gehindert ist, die Echtheit der Vollmacht persönlich zu bestätigen, hilft sie dann nicht weiter. Durch die notarielle Beurkundung besteht insoweit ein Höchstmaß an Beweissicherheit und Akzeptanz im Rechtsverkehr. Gerade Banken bestehen daher regelmäßig auf notarielle Vollmachten.

 

- der Notar prüft bei Beurkundung einer Vorsorgevollmacht immer die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers; das Beurkundungsverfahren schützt den Vollmachtgeber also auch vor der sonst nach Umständen zu befürchtetenden Behauptung, er sei zum Zeitpunkt der Erteilung einer privatschriftlichen Vollmacht geschäftsunfähig gewesen.

 

- Grundstücksgeschäfte, wie sie z.B. beim erleichterten Vollzug testamentarischer Teilungsanordnungen vorkommen, bedürfen einer notariell beglaubigten oder beurkundeten Vollmacht, da Sie sonst im Grundbuch nicht vollzogen werden können

 

- die Kosten für die Errichtung einer notariellen Vorsorgevollmacht richten sich nach den gesetzlichen Kostenvorschriften und orientieren sich am Wert des Vermögens des Vollmachtgebers; bei durchschnittlichen Vermögensverhältnissen (z.B. 100.000 € Vermögen) liegen die Kosten für eine Vorsorgevollmacht einschließlich Patientenverfügung und Betreuungsverfügung bei ca. 150,00 €, ist lediglich unbedeutender Hausrat vorhanden bei ca. 90,00 €.

 

- der Notar registriert die Vorsorgevollmacht gerne für Sie im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer, so dass auch in Notfällen unbeteiligte Dritte, Beispielsweise Polizei, Feuerwehr oder andere Rettungskräfte dort schnell in Erfahrung bringen können, ob eine solche Vollmacht besteht und wer zu informieren ist.

 

- der Notar ist über aktuelle Gesetzesänderungen und daraus folgende Anpassungserfordernisse informiert; im Internet kursierende Texte, bei denen einer vom anderen kopiert hat, sind häufig weder aktuell noch ausreichend. Das gilt sogar für vermeintlich "amtliche" Veröffentlichungen von Behörden. Selbst Formulare des Bundesjustizministeriums sind teils nicht aktuell und damit unzureichend.

 

- die notarielle Beurkung stellt sicher, dass der Notar Sie umfassend zu allen Fragestellungen berät und die für Sie wichtigen Besonderheiten berücksichtigt (Innen-/Außenverhältnis, § 181 BGB, Verhältnis mehrerer Bevollmächtigter zueinander, Möglichkeiten der Untervollmacht, Dauer der Vollmacht, Widerrufsmöglichkeiten, Berechtigung zu Schenkungen, Einzelheiten der Befugnisse im Rahmen von §§ 1901 a, 1904, 1906 BGB, gesellschaftsrechtliche Fragen, Organspende, Bestattungswünsche u.v.m.)

 

 


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